Lembecksburg Borgsum FöhrGeschichte

Lembecksburg in Borgsum

Lembecksburg n der Völkerwanderungszeit um 500 n.Chr. erfolgte eine starke Verminderung der Bevölkerungszahl, was sich im Mangel an  Funden aus dem 6. bis 8. Jahrhundert bemerkbar macht. In der nachfolgenden Zeit ist dann wieder ein rascher Anstieg der Bevölkerung zu verzeichnen. Aus Gegenden an der Rheinmündung wandern Friesen zunächst in die Festlandsmarsch, später in das Gebiet der heutigen nordfriesischen Inseln ein. Fast gleichzeitig werden die Inseln aus dem Norden von Wikingern besetzt und besiedelt. Die Zahl der wikingerzeitlichen Gräber auf Föhr ist sehr groß, wobei die Art der Bestattung sowohl auf die Einflüsse aus dem Westen (Friesen) als auch auf den Norden (Wikinger) hinweist.

Die eindrucksvollsten Zeugen jener Zeit sind die "Burgen", von denen die Borgsumer, auch Lembecks-Burg genannt, noch erhalten ist, während die kleinere Burganlage bei Utersum um die Mitte des vorigen Jahrhunderts abgetragen wurde. Der Zweck dieser Burgen ist bis heute nicht sicher geklärt. Offenbar waren es Fluchtburgen der einheimischen Bevölkerung, also der eingewanderten Friesen und der vor- und frühzeitlichen Bevölkerung gegen die Raubzüge der Wikinger, nicht, wie lange vermutet, Burgen der Wikinger selbst. Darauf deutet vor allen die frühere Lage hin. In der Zeit, als die Föhrer Marsch noch offen, also uneingedeicht war, reichten Wasserläufe bis an die Föhrer Geest, so auch zu den beiden Burgen, die auf Geesthöhen liegend von Niederungen oder von Wasser umschlossen waren.

Ausgrabungen in der mächtigen Lembecks-Burg, deren Innenraum mit einem Durchmesser von reichlich 100 m von einem 8 m hohen Ringwall umschlossen wird, ergaben Spuren von Häusern mit Sodenwänden und Keramik des 10. und 11. Jahrhunderts.
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