Süderende auf FöhrDie Orte

Süderende auf Föhr

Süderende auf Föhr
ie Gemeinde Süderende, die heimliche "Hauptstadt" für viele Insulaner, ist als Standort von Kirche, Kindergarten und Schule das Zentrum des Westteils der Insel Föhr.

St.Laurentii in Süderende
Zu Süderende gehört die imposante St.-Laurentii-Kirche mit ihrem Friedhof, dessen Grabsteine die Lebensgeschichten von Föhrer Seefahrern und Walfängern erzählen. In jüngerer Zeit hat sich das Dorf immer mehr zur Kirche hin ausgedehnt, die ursprünglich einmal auf der "grünen Wiese" gebaut wurde, so daß der Weg zum Gotteshaus für die Bewohner aller umliegender Orte etwa gleich lang war.

Damals muß Süderende noch ein ganz winziger Ort gewesen sein. Noch 1630, also schon mehr als 300 Jahre nach dem Bau der Kirche, lebten hier nur 48 Menschen in sieben Häusern. Doch im Laufe der Jahrhunderte ist das Dorf gewachsen. 186 Einwohner zählt es inzwischen, hinzu kommen noch 55 Zweitwohnungsbesitzer.

Für die alteingesessenen Süderender ist friesisch nach wie vor die Umgangssprache. Auf friesisch unterhält man sich und auf friesisch werden auch die Sitzungen der siebenköpfigen Gemeindevertretung abgehalten. Hier werden die Anliegen der Gemeinde besprochen und neue Vorhaben auf den Weg gebracht, wie jetzt - als größtes Projekt für die nächsten Jahre - die Ausweisung eines neuen Baugebiets. Zehn Bauplätze für einheimische junge Familien sollen hier geschaffen werden.
Suederende
Wie in allen Föhrer Gemeinden hat auch in Süderende der Fremdenverkehr immer mehr an Bedeutung gewonnen. Fast alle Einwohner leben in irgendeiner Form vom Tourismus. In beinahe jedem Haus werden Ferienwohnungen angeboten, außerdem gibt ein Ferienhaus des Diakonischen Werks und ein sehr beliebtes Cafe. Inzwischen ist Süderende als Erholungsort anerkannt, erhebt Kurtaxe und bietet seinen Gästen einige Veranstaltungen. Außerdem steht Feriengästen und Einheimischen eine Tennishalle zur Verfügung.

Der Fremdenverkehr ist nicht die einzige Erwerbsquelle der Süderender. Die meisten Einwohner sind Handwerker. Im Ort gibt es eine Gärtnerei und einen Malerbetrieb. Die Landwirtschaft hat ihren Stellenwert längst verloren. Es gibt lediglich drei Landwirte, die ihren Hof noch hauptberuflich führen. Rund 450 Rinder und 400 Schafe grasen auf den Süderender Weiden.

Wie sehr sich das Dorf allein im letzten Jahrhundert verändert hat, belegen Auszüge aus der Dorfchronik. Danach ließ sich im Jahr 1873 die erste Hebamme im Dorf nieder, das erste Fahrrad - ein Dreirad - schaffte sich im Jahr 1900 der Küster an. 1917 erhielt der damalige Amtsvorsteher Brar Roeloffs das erste Telefon. Privatgespräche von diesem Apparat aus zu führen war allerdings strengstens untersagt. Elektrischer Strom kam 1926 nach Süderende, das Radiozeitalter begann fünf Jahre später.

Bis der erste Fernseher in einer Süderender Wohnstube flimmerte, sollten noch weitere 29 Jahre vergehen. 1954 rollte der erste Traktor durchs Dorf, ein Jahr später schaffte der erste Süderender sich ein Auto an.
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