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Neue Fähre Uthlande

Schiffstaufe in Wyk auf Föhr

Neue Fähre Uthlande DagebüllSchiffstaufe Wyk auf Föhr

Nachdem die neue Fähre der Wyker Dampfschiffsreederei WDR mit viel Spektakel und großem öffentlichen Aufsehen bei der Überführung von der Hamburger Sietas-Werft im Nordfriesischen Wattenmeer empfangen worden war, lag sie einige Tage auf Dagebüll an der Mole. Hier wurde geschrubbt und poliert und auf die Schiffstaufe in Wyk vorbereitet. Am 15. Juni 2010 nahte der große Augenblick. Im Beisein von vielen Ehrengästen wie dem Ministerpräsidenten Carstensen, dem Chef der Sietas-Werft und allem, was auf der Insel Rang und Namen hat, wurde das neue Fährschiff nach einigen Reden mit vielen guten Wünschen getauft und in Dienst gestellt. Dass dabei die Leine mit der obligatorischen Flasche etwas zu kurz geriet und die Taufpatin vor einige Probleme stellte, wird der Uthlande auf ihren Fahrten zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum sicherlich nicht schaden.

Reden und gute WünscheDie Taufe

Mit der Uthlande wurde ein neuer Typ im Schiffspark der WDR eingeführt. Sie ist eine Doppelend-Fähre, die nicht mehr vor dem Anlegen oder nach dem Ablegen drehen muß. Als Antrieb wurde ein Voith Schneider Propeller gewählt, mit dem das Schiff gleichermaßen vor und zurück, und sogar seitwärts fahren kann. Bedingt durch die Doppelend-Eigenschaft weicht das Aussehen der neuen Uthlande natürlich sehr stark vom schmucken Aussehen der älteren Schiffe Nordfriesland, Schleswig-Holstein und Rüm Hart ab. Die extrem hohe Brücke und die Symmetrie von Vor- und Achterschiff vermitteln dem Neubau eher ein unschnittiges Profil, das alten Seeleuten ein wenig Augenschmerzen zufügt. Das Zauberwort heißt hier wohl “Zweckmäßigkeit”!

Beitrag von ujuergens | 16. Juni 2010

7 Kommentare zu “Neue Fähre Uthlande”

  1. Pit Wunderlich schreibt:
    8. Oktober, 2010 um 11:30

    Glückwunsch zu einer neuen Fähre. Sie sieht wirklich nicht gerade aus wie ein schnittiges Schiff. Ich frage mich außerdem, ob sich die Investitionen für die Doppelendeigenschaften wirklich lohnen. Das Schiff dreht doch in wenigen Sekunden! Das fällt doch bei einer Fahrtzeit von 45 Minuten gar nicht ins Gewicht.

  2. Paul schreibt:
    17. Oktober, 2010 um 12:37

    wieso gibt es eine neue Uthlande?

  3. Sonja schreibt:
    20. Oktober, 2010 um 16:05

    Paul wieso?
    Um mehr Leute auf billigeren Schiffe zu verfrachten – mehr Autos = eine Fähre der Flotte einsparen samt Personal = Kostenersparnis!
    hurra das haben wir vom “schönen” Schiff

  4. ujuergens schreibt:
    20. Oktober, 2010 um 16:22

    Natürlich muß man die Flotte auch einmal erneuern, die alte Uthlande hatte mehr als 30 Jahre auf dem Buckel. Ein gutes Alter für ein Schiff.

  5. Rainer schreibt:
    1. Dezember, 2010 um 15:14

    Hoffentlich müssen wir Weihnachten nicht mit diesem Kahn fahren!

  6. Andreas Wöstmann schreibt:
    5. Januar, 2011 um 17:39

    Hoffentlich sind endlich mal die Fahrstreifen breiter als auf den alten Kisten… – …und ich vermute mal vorsichtig… daß nicht wieder an der Preisschraube gedreht wird…?! Aber so ist das mit dem Monopol… – ANSONSTEN GILT: FÖHRER bleibt bei Euren Leisten! Wir brauchen kein °zweites Sylt°.

  7. Ingrid Rohlfing schreibt:
    13. Juni, 2011 um 16:36

    Uthlande, ach Uthlande,
    was sind die alten Fähren doch solide, zwar ist der erste Lack ab, aber dafür scheppert und klappert es nicht an allen Ecken und Kanten…..
    Die Hühnerstiegen zu den Decks sind schwindelerregend und das Gastronomiepersonal lohnt den Aufstieg nicht.

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