Windmühle in Wrixum
Eine Mühlen-Besichtigung

Die Windmühle in Wrixum auf Föhr gehört zum Typ “Großer Erdholländer”. Wie schon der Name verrät, wurde die Mühle im Auftrag des Müllers von Holländern im Jahr 1861 gebaut. Sie war bis 1960 im Betrieb und ist im oberen Bereich noch im Originalzustand erhalten, im unteren Bereich wird sie als Galerie für Kunstgegenstände genutzt.
Die Windmühle zeigte zum Zeitpunkt der Besichtigung eine ungewohnte Flügelstellung, nämlich in der Form eines Kreuzes: eine Nachbarin war gestorben. Früher war diese Art der Anteilnahme allgemein üblich, so wurde jeder Dorfbewohner leise und pietätvoll über einen Sterbefall im Ort informiert.
Eindrucksvoll, wie die Kraft des Windes über die großen Flügel und die horizontale Welle über riesige Zahnräder auf eine vertikale Welle übertragen wird. Dabei bestehen die Zahnräder, Kränze und Wellen überwiegend aus Holz.
Nach einem ausgeklügelten System wird die Kraft der vertikalen Welle auf drei Wellen verteilt, so dass der Müller auf drei Malwerke zurückgreifen konnte. Je nach Bedarf konnte er das für seine Zwecke günstigste Malwerk einkoppeln.
Mit der Hilfe von einem Elevator und verschiedenen Schütten wurde das Getreide mit möglichst geringem körperlichen Aufwand dort hin transportiert wo es benötigt wurde.
Schließlich gelangt das Getreide in das Malwerk, wo es vom Malstein zerkleinert wird. Die Feinheit des Mehls hängt entscheidend von den Rillen im Malstein ab, die eigenhändig vom Müller mit dem Pickhammer eingepickert wurden.
Im unteren Teil der Mühle befindet sich eine große Auswahl an Kunsthandwerk.
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