GezeitenGezeiten

Föhr - die Gezeiten

Zwischen Föhr und Dagebüll


Die Gezeiten: Ebbe und Flut

Ein faszinierendes Erlebnis im Nordsee-Urlaub gibt es gratis und alle Tage wieder: Ebbe und Flut. Wo eben noch Wasser brandete, kann man bei Ebbe (fast) trockenen Fußes spazieren gehen. Stunden später dann schiebt sich eine glitzernde Wasserlinie vom Horizont wieder näher. Lautlos und unaufhaltsam kommt die Flut.

Die Seglerbrücke in Wyk auf Föhr bei Niedrigwasser und Hochwasser...
Die Seglerbrücke, Wyk auf Föhr, bei Niedrigwasser Die Seglerbrücke, Wyk auf Föhr, bei Hochwasserwasser
... fotografiert in einem Abstand von 6 Stunden

Entstehung der Gezeiten

Die Erde und der Mond kreisen umeinander. Zentrifugalkraft und Anziehungskraft halten einander dabei die Waage. Das gilt allerdings nur für die Mittelpunkte der beiden Körper, nicht für die Oberflächen. Auf ihnen bleiben Restkräfte wirksam, die die Schwerkraft beeinflussen. Diese als Gezeitenkräfte bekannten Restkräfte erzeugen die Gezeitenbewegung in den Wassermassen der Meere. Das Steigen und Fallen des Wasserspiegels nennt man Gezeiten, das Hin- und Herströmen die Gezeitenströme. Die Sonne wirkt in derselben Weise auf die Erde, nur ist die durch sie erzeugte Gezeitenkraft im Mittel nur halb so groß. Bei Voll- und Neumond addieren sich die Gezeitenkräfte, beim ersten und letzten Viertel ("Halbmond") heben sie sich zum Teil auf.

Entstehung der Gezeiten
Im Mittelpunkt der Erde sind Anziehungskraft und Fliehkraft Erde/Mond gleich groß. Dagegen ist auf der dem Mond zugewandten Seite die Anziehungskraft größer als die Fliehkraft. Folglich entsteht hier ein "Wasserberg". Auf der dem Mond abgewandten Seite wiederum ist die Fliehkraft größer als die Anziehungskraft. So werden gewissermaßen die Wassermassen weggedrückt und auch auf dieser Seite entsteht ein "Wasserberg", der hier natürlich sehr stark übertrieben dargestellt wird. Es ist aber nur eine bestimmte Menge an Wasser vorhanden, so dass an den anderen Stellen ein "Wassertal" entsteht. Da der Mond ständig um die Erde kreist, sind die "Wasserberge" und "Wassertäler" ständig in Bewegung. Die Wassermassen strömen, abhängig von ihren Hindernissen (Landmassen), in ständig wiederkehrende Richtungen. Wir kennen diese Strömungen als die Gezeiten.


Springzeit (Springtide):

Bei Neumond und Vollmond addieren sich die Gezeitenkräfte Erde-Mond und Erde-Sonne. Dementsprechend treten dann die höchsten und die niedrigsten Wasserstände auf. Man spricht von Springzeit, Springflut oder Springtiede.


Springzeit, Springflut oder Springtiede
Sonne, Mond und Erde stehen in etwa in einer Linie. Die Gezeitenkräfte Erde-Mond und Erde-Sonne erzeugen jeweils an der selben Stelle auf der Erde einen "Wasserberg". Der "Wasserberg" ist so entsprechend höher als zu anderen Zeiten, das "Wassertal" entsprechend niedriger. Der


Springverspätung:

Durch die Trägheit der Massen (Wasser-Massen) tritt der größte Gezeitenunterschied, also die Springflut, mit einer Verspätung um ca. 3 Tagen nach Voll- oder Neumond auf.


Nippzeit ( Nipptide):

Die Nippzeit ist das Gegenstück zur Springzeit, hier treten die niedrigsten Höhenunterschiede zwischen Flut und Ebbe auf. Unter Berücksichtigung der Nippverspätung (siehe Springverspätung) tritt die Nippzeit ca. 3 Tage nach dem ersten, bzw. dritten Mondviertel auf.


Nippzeit, Nippflut, Nipptide
Sonne, Mond und Erde stehen in einem rechten Winkel zu einander. Die Gezeitenkräfte Erde-Mond erzeugen einen "Wasserberg" an der Stelle, an der die Gezeitenkräfte Erde-Sonne ein "Wassertal" erzeugen. Die Gezeitenkräfte heben sich zum Teil auf. Das hat zur Folge, dass die Gezeitenunterschiede geringer als sonst sind.

Mittzeit ( Mitttide):

Als Mittzeit bezeichnet man die Periode zwischen Springzeit und Nippzeit. Während eines halben Mondumlaufs von 14 Tagen rechnet man im Allgemeinen mit:
    4 Tage Springzeit
    3 Tage Mittzeit
    4 Tage Nippzeit
    3 Tage Mittzeit
Ihnen ist das alles viel zu kompliziert? Macht nichts! Genießen Sie den Wechsel der Gezeiten, bei Flut ist baden angesagt, und bei Ebbe können Sie das Nordfriesische Wattenmeer erforschen.


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