Sitten und GebräucheBrauchtum

Föhrer Sitten und Gebräuche
    Brauchtum in der Familie von der Geburt bis zum Tod

Sitten und Gebraeuche auf Föhr n ihrer Jahresarbeit 1955 beschreibt Anke Drewsen (Nielsen) die Sitten und Gebräuche auf der Nordseeinsel Föhr, die mit familiären Ereignissen verbunden waren und zum Teil noch heute sind.
Taufstein St-Laurentii Süderende Föhr Taufe
Die Taufe versprach kirchlichen Schutz vor bösen Mächten und nahm früher einen wesentlich größeren Platz im Rahmen der Familien-Feste ein als heute.


Festtracht Konfirmation auf Föhr 1955 Konfirmation
"Freimaagin", also "Freimachen", bedeutete den Abschied von der Kindheit und im Allgemeinen auch den Abschied von der Schule.



Üütjschiten in Oldsum auf Föhr Üütjschiten
Nach festen Regeln wurden junge Paare "ausgeschossen", um von ihnen gewissermaßen ein öffentliches Bekenntnis zu erhalten.



Üütj am Ringer Üütj am Ringer
Ein großes Ereignis war auch das "Ringe holen" vor einer Vorlobung. Per Pferdekutsche ging es zum Goldschmied in Wyk, natürlich mit anschließender Feier.



Üütj am Ringer Verlobung
Verlobung wurde im Kreise der Familie sowohl bei den Eltern des Bräutigams als auch der Braut gefeiert.



Brautkrone Föhr Hochzeit
Hochzeit in Festtracht mit einer Brautkrone. Die Trauung fand in der Kirche statt, gefeiert wurde zu Hause mit Geselligkeit und vielen Reden.


Trauertracht Beerdigung
"Likbaaders" benachrichtigten die Freunde und Angehörigen über den Sterbefall. Die Leiche wurde zu Hause aufgebahrt, so dass alle Freunde gebührend Abschied nehmen konnten. In Leichenzug wurde der Sarg zur Kirche geleitet.

  Aus: "Föhrer Sitten und Gebräuche", Anke Nielsen, Klintum auf Föhr, 1955
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